Borreliose , Bornaviren, Herpes und weitere Infektionen bei  Pferd, Katze,Hund

Haustiere wie Katzen, Hunde und auch Pferde sind ein oft unterschätztes Risiko in der Übertragung von neutrotropen Erregern wie Borreliose, Bornaviren und Herpesviren vom Tier auf den Menschen - geht aber auch andersrum.  Da gilt  auch für Wild. 

 

Bornaviren können von Pferden, Katzen, Hunden, Kaninchen etc. übertragen werden. Wirte sind auch Feldmäuse, die wiederum von Katzen gefressen werden, manchmal auch von Hunden!

BDV-1 Viren sind genetisch sehr ähnlich, sind dann aber Mutationen!


Spezialthema Pferde

Die Pferde haben sehr ähnliche Viren wie die Menschen, sie sind Mutationen des gleichen Virenstammes.

 

Bei Borrelien gilt Im allgemeinen: Niemals Zecken von Haustieren mit nackten Fingern entfernen! Nicht die Hunde und Katzen (Freigänger) im Bett schlafen lassen!

Die Borrelien verstecken sich vor den Angriffen des Immunsystems wie der sprichwörtliche Wolf im Schafspelz, indem sie Kontroll-Eiweiße des Organismus an ihre Oberfläche binden und so verhindern, dass der Körper sie als feindliche Eindringlinge erkennt" (Auszug aus http://www.innovations-report.de/html/berichte/biowissenschaften_chemie/bericht-11666.html)

 

Die Borrelien treten oftmals zusammen mit dem Bornavirus auf - sie  sind sehr oft zusammen anzutreffen, wer zuerst da ist, darüber gibt es Diskussionen, aber wahrscheinlich ist vorher die Bornavirusinfektion da, die das Immunsystem soweit herunterfährt, dass andere Erreger hinzukommen können,

 Zeckeninfektionen werden in hohem Maße von Nymphen verursacht, diese können auch Bornaviren tragen. Das Bakterium befindet sich im Mitteldarm der Zecke. Deshalb wird der Erreger auch nicht sofort beim Zeckenstich übertragen, wie das beim FSME-Erreger der Fall ist. Normalerweise gelangt Borrelia burgdorferi erst nach ungefähr 12 bis 24 Stunden mit den Ausscheidungen der Zecke in den Körper.

Ihre Symptome sind äußerst vielfältig und Fehldiagnosen sind sehr häufig, so dass die Tiere auf eine Vielzahl von anderen Krankheiten ohne großen Erfolg behandelt werden, obwohl ihnen eine adäquate Borreliosebehandlung helfen könnte.

Wichtig sind vor allem die richtigen speziellen Tests zur Erkennung, von denen es einige verschiedene gibt - siehe Tests.

 

Lyme-Borreliose bei Hunden

  • Infektion häufig, Erkrankung selten, da in der Regel natürliche Resistenz vorliegt
  • Viele positive Diagnosen (die meisten?) sind Fehldiagnosen!
  • Erlegtes Rehwild trägt oft Tausende von Zecken, eine Erkrankung wird aber nie beobachtet. Ebenso wie bei anderen Wiederkäuern, Hirsche, Rinder tragen diese Zecken keine Borrelien.
  • Ca. 90% aller Hunde, die regelmäßig Zecken ausgesetzt sind, tragen Borrelien-Antikörper (sind „seropositiv“)
  • Nur ein sehr kleiner Anteil der infizierten Hunde erkrankt (<0,1%)
  • Symptome:
  • Polyarthritis (Gelenkbeschwerden, Lahmheit), Fieber
  • Vermutlich selten auch: neurologische Symptome, Myokarditis, Glomerulonephritis (Nierenerkrankung)

Zur Impfung beim Hund:

Die meisten Fachleute einer Borrelien-Schutzimpfung für Hunde derzeit skeptisch gegenüber. An der Entwicklung von wirkungsvollen Vakzinen wird intensiv gearbeitet.

 

Impfung:

Inzwischen gibt es einen neuen Borreliose-Impfstoff für Hunde, der aber auch umstritten ist.

 

Meldepflicht für Tiere: Nein

Wurde nicht ins Infektionsschutzgesetz aufgenommen, nur landesrechtliche Regelung in den neuen Bundesländern

 

Links: https://www.parasitenportal.de/expertentipps/

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